Personalbedarf
im Sicherheitsgewerbe wächst – Einsatzprofilgerechte
Angebote nehmen jedoch ab – Defizite sind bei den Arbeitnehmern
vor allem unzureichende Qualifizierung und mangelnde Mobilität
und bei den Unternehmen die angebotenen Niedrigstvergütungen
Es wird zuerst bei Sicherheitsanalysen und Leistungsausschreibungen
sichtbar, das Defizit an qualifiziertem Personal
für anspruchsvollere Sicherungs- und Serviceaufgaben.
Ein Blick in diverse Jobbörsen im Internet vertieft den
Eindruck: Nur mit der IHK-Sachkundeprüfung, die übrigens
immer noch viele Bewerber gar nicht besitzen, können
die wachsenden Anforderungen im betrieblichen Werkschutz großer
Banken und Industrieunternehmen, die vielfältigen gewerblichen
Sicherungsaufgaben nicht mehr kundengerecht erfüllt werden.
Die Schere zwischen einfacher Bewachung, für
die eine Unterrichtung vielleicht ausreicht und anspruchvolleren
Sicherungsaufgaben öffnet sich immer sichtbarer.
Die Einsatzprofile und Kundenvorstellungen erfordern oftmals
die „Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft (IHK)“
oder die „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“.
Einerseits ist dieses Angebot noch nicht ausreichend und andererseits
wollen viele Kunden diese höherwertigen Abschlüsse
zum Preis der Unterrichtung. Diese Vergütungsangebote
wiederum bremsen die Bereitschaft zur Mobilität
und machen das Sicherheitsgewerbe zunehmend unattraktiv für
die an sich geeigneten Bewerber mit entsprechenden Voraussetzungen,
die jedoch eine gewisse Perspektive berechtigt erwarten. Die
Generation ausreichend vorgebildeter Fachkräfte mit entsprechender
Lebenserfahrung scheidet nun schrittweise aus dem aktiven
Arbeitsleben aus, ist oftmals auch nicht mehr allseitig einsetzbar.
Die Chancen für den Nachwuchs sind nicht nur vielfältig,
die Perspektiven auch immer interessanter.
Die Verbindung
klassischer Sicherungsaufgaben mit Servicetätigkeiten
im Facility Management prägen sich immer weiter
aus, die Anforderungen steigen. Der Trend in den Unternehmen
geht dahin, einem externen Dienstleister
möglichst viele dieser auslagerbaren Aufgaben zu übertragen.
Darum bemühen sich aber auch andere Gewerbe, wie Reinigung
oder technischer Service. Man muss also etwas dafür tun,
das Personal über die IHK-Sachkundeprüfung hinaus
spezifischer fortbilden und besonders auch die mittleren Führungskräfte
auf die neuen Aufgaben vorbereiten und natürlich auch
angemessen vergüten. Immerhin zählen laut Wirtschaftswoche
Nr.13/2007 die über mehrere Dienstleistungssparten
aufgestellten Unternehmen DUSSMANN (Rang 16), PIEPENBROCK
(Rang 17), KÖTTER (Rang 21) und WISAG (Rang 22) zu den
größten Arbeitsplatzbeschaffern 2006
in Deutschland, ausschließliche Sicherheitsunternehmen
findet man nicht unter den ersten 50.
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