Engpass:
Einzelhandelsdetektive mit Fachqualifizierung gesucht
(24.10.2006)
Über 40 freie Stellen „Einzelhandelsdetektiv“
sind allein bei der ISG-Jobbörse in Berlin
ausgeschrieben, teilweise seit Wochen nicht besetzbar.
Unter den suchenden Unternehmen sind auch fast alle Größeren
der Branche und viele selbständige Detektivbüros.
Voraussetzung für eine derartige Tätigkeit
sind mindestens die IHK-Sachkundeprüfung
gem. § 34a GewO, weiter eine fachspezifische
Qualifikation und natürlich Interesse. Da
die Inhalte der Sachkundeprüfung selbst diese Einsatzspezifik
nicht zwingend fordern, werden sie in der Regel auch in
den Vorbereitungskursen nicht vermittelt. Gelangen Inhaber
der Sachkundeprüfung dann zum Einsatz als Detektiv
im Handel, fehlen oft wichtige Grundlagen, der Auftrag
geht möglicherweise mangels Erfolg verloren. Das
bedingt einen hohen Ersatzbedarf, wie die Unternehmen
signalisieren. Außerdem ist nicht Jeder für
diese spezifische Arbeit geeignet und daran interessiert,
ein vorheriger Test zu empfehlen.
ISG-Bildungszentrum Berlin hat auf Grund dieser
Situation seinen AZWV-zugelassenen Fortbildungskurs „Sicherheitsfachkraft
mit IHK-Sachkundeprüfung“ um sein
ebenfalls zugelassenes Modul „Einzelhandelsdetektiv“
mit ISG-Zertifikat erweitert. Die Fortbildung
zur Sicherheitsfachkraft geht beim ISG-Bildungszentrum
entsprechend den Bedürfnissen der Praxis auch im
AZWV-zugelassenen Standardkurs stärker auf dienstkundliche
Belange ein, als im Rahmenplan orientiert, dort ist das
Spezialmodul eingeordnet. Die fachlichen Schwerpunkte
sind hier
vorgestellt.
Allen Interessenten wird vorher ein Eignungsgespräch
angeboten. Das Modul wird auch als 1wöchentliche
Fortbildung durchgeführt, die Interessenten daran
sollten die IHK-Sachkundeprüfung bereits besitzen.
Neben Kursteilnehmern suchen wir auch Interessenten mit
entsprechender Berufserfahrung zur Direktvermittlung.
Im letzten Jahr erfolgte eine starke Konzentration auf
den Personalbedarf der Fußball-WM und dessen Qualifizierung
vorrangig für den Objekt- und Veranstaltungsschutz.
Spezifische Fort- und Weiterbildungen für
andere Einsatzrichtungen gerieten wohl etwas
zu sehr in´s Abseits. Hinzu kommt die nach der WM
spürbare Zurückhaltung mit Förderungen
von Arbeitssuchenden. Am Markt offenbaren sich auch beim
Sicherheitsgewerbe erste Lücken bei den Spezialisierungen.
Hier sollten die Agenturen für Arbeit und Jobcenter
eine Chance erkennen, Interessenten mit überschaubarem
Aufwand den Weg in eine Beschäftigung zu
ermöglichen und entsprechende Bildungsmaßnahmen
wieder stärker unterstützen. Auch die Sicherheitsunternehmen
selbst werden wohl zukünftig ihre Investitionen in
die Bildung ihrer Angestellten erhöhen müssen,
Förderprogramme werden nicht mehr wie in der Vergangenheit
den Bildungsbedarf zu fast 100% abdecken.
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