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SECURITAS
vor erheblichen Veränderungen - Firmenchef Berglund
zurückgetreten? (12.08.2006)
Der zweitgrößte Sicherheitsdienstleister
der Welt, die schwedische SECURITAS-Gruppe,
steht wahrscheinlich vor den größten Veränderungen
in ihrer Firmengeschichte und könnte bis zu einem Drittel
ihres Gesamtumsatzes einbüßen. Trotz eines Großauftrages
zur Fußballweltmeisterschaft in Deutschland hat
sich der Gewinn voraussichtlich zum Vorjahr halbiert. CEO
Berglund soll SECURITAS verlassen. Die
Ursache wird im zunehmenden Wettbewerb über den Niedrigstpreis,
verlorenen Aufträgen auf Flughäfen und Verlusten
im Geld- und Wertgeschäft gesehen. So werden erst jetzt
noch aus dem EURO-Umtausch in Deutschland offene
40 Mio. Euro abgeschrieben, die durch wirtschaftskriminelle
Delikte verloren gegangen sein sollen. Die Versicherungen
hatten eine Übernahme abgelehnt, ebenso wie aktuell
bei der HEROS-Pleite. Insoweit hat der Verkauf der deutschen
Geld- und Wertsparte 2005 an die HEROS-Gruppe wohl nicht´s
mehr retten können. Zukünftig soll eine Konzentration
wieder auf das alte Kerngeschäft Bewachung
erfolgen, was im September allerdings noch durch die Aktionäre
bestätigt werden muss. Verbunden damit wäre die
endgültige Trennung vom Geld- und
Werttransport und der Geldbearbeitung, ein vorgesehener
Verkauf der Reste ist allerdings bisher mißglückt.
Selbständig an die Börse sollen auch die Home
Security-Sparte Securitas Direct und Security Systems, ein
Anbieter für Hochsicherheitslösungen. Die konkreten
Auswirkungen in Deutschland dürften
erst Ende September sichtbar werden, aber sie werden eintreten.
Fazit in 2006 in Deutschland sind somit
zumindest Veränderungen bei beiden Marktführern
in den Hauptbereichen des privaten Sicherheitsgewerbes,
der Bewachung und dem Geld- und Werttransport. Die anderen
mittelständig geprägten Bereiche haben ohnehin
keine dominanten Marktführer.
Presseerklärung von SECURITAS Deutschland:
In einer Presseerklärung
vom 15.08.2006 zu diesen Nachrichten bezieht SECURITAS Deutschland
Stellung und weist einige Schlussfolgerungen zurück,
allerdings werden die originären Fakten bestätigt.
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