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Elefantenhochzeit im Geld- und Werttransport? (01.08.2006)
In der Regel gut unterrichtete Quellen sprechen
von einer unmittelbar bevorstehenden "Elefantenhochzeit"
im Geld- und Werttransport, einer Fusion oder Übernahme
im obersten Segment, die einen neuen (den
alten?) Marktführer hervorbringen könnte.
Sollte diese sich immer mehr verdichtende Information zutreffen,
dann wird es für einige Kunden, die in den letzten
Wochen GuW-Unternehmen über den Billigstpreis gegeneinander
ausspielten, wohl eng. Sie werden wieder dort landen, wo
sie schon einmal waren. Es wäre eigentlich schon makaber,
wenn diese Entwicklung letztlich dorthin führt, wo
auch Heros-Eigner Weis zumindest einige
Zeit hinwollte: Zu einem markt- und preisbestimmenden
Großunternehmen im Geld- und Werttransport,
welches seine eigenen Billigstpreise wieder anhebt, wenn
Ausweichmöglichkeiten im Markt zumindest für große
Handelsunternehmen und Banken nicht mehr vorhanden sind.
Aus großen Handelsunternehmen verlautet ohnehin eine
Misstimmung gegen die Versuche der GuW-Branche,
nach dem HEROS-Skandal die arg reduzierten Vergütungen
anzuheben und das nach Meinung des Handels unter Ausnutzung
einer Notlage über die Notwendigkeiten hinaus. Insoweit
hat ein neuer Marktführer mit nachvollziehbaren
Preisen reale Chancen am Markt. Ob der Mittelstand
von dieser absehbaren Entwicklung profitieren kann, liegt
wohl am neuen Marktführer und seiner zukünftigen
Preispolitik und ist eher anzuzweifeln. Dessen Eigentümer
sind auf Ertragssteigerung fixiert.
Die GuW-Branche findet wohl auch im Herbst keine Ruhe und
Zeit zur Überwindung ihrer permanenten Krise, weitere
Marktbereinigungen werfen ihre Schatten voraus, darunter
permanent klamme Unternehmen. ISG konstatiert, dass einige
der bereits beim Euro-Umtausch analysierten Problemunternehmen
nach wie vor in der Krise sind und nur
eines zog und zieht sichtbar Konsequenzen. Ob die Aufgabe
eines ganzen Gewerbezweiges in einem der führenden
Wirtschafsländer der Welt allerdings die Lösung
ist, bleibt offen.
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