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Tödlicher Raubüberfall auf Geldtransporter in
Berlin - Fahndungshinweise
(11.08.2006)
Am 11.08.2006 wurden in Berlin-Hellersdorf gegen
01.50 Uhr 2 Geldtransporteure der Sicherheitsfirma BRINKS
beim Auffüllen eines Geldautomaten einer Sparkasse
überfallen und beraubt. Der Raubüberfall
soll durch 2 Personen ausgeführt worden sein, die bewaffnet
waren und sofort das Feuer eröffnet haben.
Dabei wurde ein 40jähriger Geldtransporteur erschossen.
Der 2. ebenfalls bewaffnete Geldtransporteur soll in Deckung
gegangen bzw. nach Zeugenaussagen weggerannt sein. Warum
er nicht in Notwehr zurück geschossen
hat, wird noch untersucht. Dabei wird sicher auch zu klären
sein, wie die Geldtransporteure auf diese Aufgabe vorbereitet
waren, ob die Fachausbildung den berufsgenossenschaftlichen
Vorgaben entsprach und regelmäßiges
Schießen zur Erhaltung dieser Fertigkeiten
durchgeführt wurde. Bekannterweise ist die permanente
Fortbildung nach einer eher spartanischen Basisausbildung
von 40 Stunden Unterrrichtung nach § 34a GewO
ein Defizit im deutschen Sicherheitsgewerbe aufgrund des
harten Wettbewerbes über den Preis.
Der mit 3 Personen vorschriftsmäßig besetzte
Geldttransporter hatte einen planmäßigen Halt.
Während der Fahrer als Sicherung im Fahrzeug
verblieb, wollten die zwei mitfahrenden Transporteure einen
Geldautomaten auffüllen. Nach Polizeiangaben
wurde das zur Auffüllung vorgesehene Geld in Höhe
von mehreren zehntausend Euro geraubt, die Täter entkamen
in einem dunklen Personenkraftfahrzeug. Aus
wirtschaftlichen Gründen sind die Routen der Fahrzeuge
in der Regel immer gleich und damit relativ leicht auszuforschen.
Die Täter waren wahrscheinlich bereits im
Visier von Zivilfahndern der Polizei gewesen.
Diesen waren zwei "Kapuzenmänner" in der
Nähre der Sparkasse aufgefallen. Während die Zivilfahnder
in Vorbereitung einer Beobachtung und ggf. Kontrolle ihr
Fahrzeug parkten, fielen jedoch bereits die Schüsse.
Auf dem Parkplatz parkte auch ein AUDI A6 Kombi
mit einem männlichen Fahrer, wahrscheinlich das Fluchtfahrzeug.
Während die Zivilfahnder sich um das Opfer bemühten,
verschwand es. Das genutzte Kennzeichen war als gestohlen
gemeldet. Es kann somit von einem geplanten Raub ausgegangen
werden. BRINKS war bereits mehrfach Opfer
von Überfällen. Das Unternehmen hat 30.000
€ Belohnung ausgesetzt.
12.08.2006: Das Fluchtfahrzeug wurde in
Ahrensfelde bei Berlin ausgebrannt gefunden, nach den Tätern
wird gefahndet.
14.08.2006: Nach ersten Ermittlungsergebnissen
hatten auch die 3 Geldtransporteure wie die Zivilfahnder
der Polizei bei ihrer Anfahrt an die Sparkasse Personen
auf der Straße ausgemacht, die ein "ungutes Gefühl"
hervorriefen. Ihr Mißtrauen reichte jedoch nicht zur
Anforderung von Unterstützung. Beim Transport der 4
Geldkassetten soll entgegen den Vorschriften keine Hand
mehr zum Ziehen einer Waffe oder Ausführen einer Abwehrhandlung
frei gewesen sein. Es ist noch zu klären, ob diese
und die anderen berufsgenossenschaftlichen Vorschriften
den Geldtransporteuren bekannt waren. Sie sollen Gegenstand
regelmäßiger Unterweisungen sein.
Fahndungshinweise mit Fotos der Berliner Polizei
siehe hier.
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