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Geldwäsche
- Falschgeld - Zweitwährung - Überfälle - Organisierte
Kriminalität - Mafia - Betrug - Panzerfahrzeuge - Risiken für
Unternehmen und Privatpersonen - Untersuchungen in EU und Osteuropa-
Dr.
Lutz Viëtor in: "CD Sicherheits-Management Nr. 03/1999" (Titelstory):
STAND DER DINGE:
EURO-KRIMINALITÄT
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(AUSGEWÄHLTE RISIKEN BEI DER EINFÜHRUNG DER EURO-BANKNOTEN
UND MÜNZEN ALS ZAHLUNGSMITTEL)
Die
Einführung der EURO-Banknoten und -Münzen als Zahlungsmittel
in den kommenden Jahren stellt neben den vielen bekannten Chancen
auch eine völlig neue und bereits aktuelle Bedrohung durch
Mißbrauch dieser weltweit einmaligen Aktion dar. Sind doch
eine Vielzahl nationaler europäischer Banknoten und Münzen
in einem festgelegten Zeitraum in den Euro umzutauschen. Vorgelagert
sind ihr Druck beziehungsweise ihre Prägung, der Transport
durch ganz Westeuropa und andere notwendige Maßnahmen. Geld
zog schon immer kriminelle Aktivitäten an. Bei dieser Aktion
muß man jedoch weltweit mit besonderer krimineller Energie
rechnen.
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Die Ursachen liegen vor allem in der Verbreitung der Währungen,
der Einmaligkeit der Möglichkeiten und den Schwierigkeiten
des kombinierten nationalen und internationalen Schutzes. Gefordert
sind somit neue Formen der Prävention und Abwehr mit internationaler
Ausrichtung. Neben den verschiedenen Möglichkeiten der Fälschung
und des Betrugs sollen im folgenden auch die absehbaren Bedrohungen
seitens der Organisierten Kriminalität (OK) vor allem beim
Umtausch der "Osteuropa-Zweitwährung DM" betrachtet werden.
Ausgewertet werden hier vor allem bereits öffentlich vorliegende
Erkenntnisse, zum Beispiel des Bundeskriminalamtes, und von Journalisten
und Verbraucherschützern durchgeführte Tests auf Betrugsmöglichkeiten.
Experten registrieren wachsende Beachtung der mit dem Umtausch entstehenden
speziellen Probleme für Osteuropa, eine entweder illegal erworbene
oder nicht versteuerte Zweitwährung 1) zu tauschen.
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Falschgeld
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Zwei Grundformen werden vorrangig vermutet und festgestellt.
Dazu gehört zum einen die Fälschung der bisherigen
nationalen Banknoten und der Versuch, diese im Rahmen der zu
erwartenden Hektik während der Umtauschmonate relativ risikofrei
umzutauschen. In Deutschland schränkt der bargeldlose Zahlungsverkehr
diese Möglichkeiten zwar ein; wie bei jedem Währungsumtausch
werden jedoch absehbar große Mengen außerhalb von Banken
gelagerter Banknoten und Münzen auftauchen. Während in
der Vergangenheit vor allem die als Zweitwährung in Osteuropa
beliebte Deutsche Mark und der US-DOLLAR gefälscht wurden,
lohnt sich dies jetzt auch mit den bisher weniger bevorzugten, aber
leichter zu fälschenden Währungen anderer westeuropäischer
Staaten.
Dabei ist zu beachten, daß es in den osteuropäischen
Staaten mit den Zweitwährungen auch einen relativ geschlossenen
Kreislauf mit gefälschten Banknoten gibt, der bisher überwiegend
nur diesen Markt betroffen hatte. Geschätzt wird, daß
etwa 10 Prozent der sich im Umlauf befindenden Menge an D-Mark in
Osteuropa gefälscht sind. Zum Schock des Umtauschs kommt dann
noch die Erkenntnis der Wertlosigkeit, was aufgrund der Mengen an
D-Mark und der hohen Anzahl Betroffener auch zu sozialen Spannungen
führen kann. Die Aufdeckung der Fälschungen während
der Umtauschversuche stellt hohe Anforderungen an das Personal und
an die Strafverfolgungsbehörden.
Bei der zweiten Form handelt es sich um die Fälschung und
Einführung neuer Euro-Banknoten und –Münzen unter
Ausnutzung der anfänglichen Unkenntnis über deren Aussehen
und Merkmale. Die Tatsache, daß der Druck beziehungsweise
die Prägung der Noten und Münzen in allen beteiligten
Staaten erfolgt, trägt nicht zur Minimierung dieser Vorgehensweise
bei. Neben dem Risiko, Herstellungswissen an die OK zu verlieren,
wächst die Möglichkeit von Toleranzen und geringsten Unterschieden,
die wiederum die Aufdeckung von Fälschungen erschweren. Insoweit
sind bestimmte politisch akzentuierte Entscheidungen nicht immer
als vorbeugende Maßnahmen gegen kriminellen Mißbrauch.
Die Hauptform der Prävention kann nur die Aufklärung
der Bevölkerung sein. Dem muß die Schulung des Kassenpersonals
und aller professionell mit den neuen Banknoten und Münzen
Beschäftigten parallel folgen. Hier erkennen wir lukrative
Tätigkeitsfelder für private Sicherheitsunternehmen und
Schulungsanbieter. Natürlich ergeben sich spezielle Aufgaben
auch dahingehend, daß die Einführung gefälschter
Banknoten und Münzen so weit wie möglich verhindert wird.
Die zunehmenden Ströme von Flüchtlingen, schnellen Hilfssendungen
und ähnliches begünstigen jedoch die Einschleusung. Dazu
zählen ohne Zweifel auch die vielen Auswirkungen der aktuellen
politischen und militärischen Auseinandersetzungen auf
dem Balkan. Dabei geht es nicht nur um die Flüchtlingsströme,
es bleibt auch objektiv viel weniger Aufmerksamkeit und Zeit für
die anderen europäischen Probleme und die sich daraus ergebenden
Möglichkeiten zum Mißbrauch.
Es darf unterstellt werden, daß die OK einerseits die Balkan-Krise
direkt nutzt, andererseits aber auch die davon begünstigten
Lücken und Defizite in vielen EU-Staaten mißbraucht.
So sind Erscheinungen der politisch akzentuierten Gelderpressung
in Form unfreiwilliger Spenden bereits festgestellt worden. Ausgehend
von den Erfahrungen aus Bosnien-Herzegowina bei der Umsetzung der
Hilfsprogramme sind auch westeuropäische Mittäterschaften
und Begünstigungen zu erwarten.
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Geldwäsche
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Der Versuch, die Euro-Einführung zur professionellen Geldwäsche
zu nutzen, ist absehbar und wird vorbereitet. Der bereits jetzt
festgestellte Trend verweist auf die Zunahme unbarer Formen. Rein
pragmatisch gesehen werden jedoch die Belastungen durch den Bargeldumtausch
zeitweilig dominieren, und jede andere Umtauschform wird von den
Banken als Erleichterung bewertet werden.
Es werden in der Regel zwei Ziele angestrebt:
- Vorrangig
illegal oder auch legal erworbenes, jedoch rechtswidrig nicht
versteuertes Bargeld soll in legales Buchgeld umgewandelt werden.
- Die
bisher genutzte westeuropäische Währung soll in die
neue Währung getauscht und damit die zukünftigen Nutzungsräume
für rechtswidrige Handlungen gleichzeitig erweitert werden.
Es
handelt sich um eine Mißbrauchsmöglichkeit, die nicht
nur für die OK von Interesse ist. Sie ist jedoch abzugrenzen
von den rechtswidrigen Praktiken der Anlage legal erworbenen Vermögens,
um es dem Zugriff des Finanzamtes zu entziehen oder die Steuerlast
zu senken. Man kann davon ausgehen, daß die allgemein üblichen
Formen der Vermögensanlage mit diesen Motiven, so überhaupt
notwendig, automatisch über die Bank, die Fondsgesellschaft,
Versicherung usw. zum Umtausch führen und bei dieser Betrachtung
keine Rolle spielen.
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Allerdings sollen sich auch "Steuersparer" mit kriminellen Veranlagungen
bereits Gedanken machen, wie man den kurzen Zeitraum der Euro-Einführung
einerseits nutzen und andererseits Aufdeckungen ihrer bisherigen
Aktivitäten vermeiden kann.
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Es ist auch zu konstatieren, daß die Rechtslage sehr unterschiedlich
ist und Interessenkonflikte absehbar sind. So ist die Tatsache,
als osteuropäisches Unternehmen rechtmäßig erworbenes
Vermögen nicht versteuert zu haben, nicht in jedem Fall in
Westeuropa strafbar. Ein einfaches Beispiel ist die in Deutschland
für den ausländischen Empfänger steuerfreie Vermittlungsprovision,
nicht immer zu unterscheiden von sogenannten Schmiergeldern. Sie
wird erfahrungsgemäß im osteuropäischen Heimatland
nicht angezeigt, obwohl rechtmäßig erlangt. Ihr Tausch
erfolgt entweder über die bereits vorhandenen Konten in Westeuropa
oder muß direkt organisiert werden.
Da sich die Konteneröffnung für Ausländer in der
EU vereinfacht hat, sollte immer zuerst der offizielle Weg versucht
werden. Ansatzpunkte können hier nur der Versuch der Einzahlung
größerer Beträge oder die unübliche Überweisung
sein. Dazu benötigt die OK jedoch nicht den deutschen Markt.
Immerhin liegt bereits jetzt die Einziehung nachgewiesener Taterlöse
der OK in der Regel durchschnittlich unter 5 Prozent, was auf Erfahrung
und funktionierende Strukturen schließen läßt.
Der absehbare Massenumtausch begünstigt diese Form des Mißbrauchs
der Euro-Einführung besonders. Inwieweit die in Deutschland
vorgeschriebenen Formen der Verdachtsanzeigen oder Informationen
ausreichen, bleibt abzuwarten. Anzuzweifeln ist deren Wirksamkeit
dann, wenn der Mißbrauch organisiert und damit professionell
geplant erfolgt. Immerhin steht nun halb Europa zum Umtausch zur
Verfügung.
Der Transport von Banknoten über die Grenzen in den
neuen Währungsraum sollte nicht so problematisch sein. Er wird
angesichts der enormen Mengen und des absehbaren Profits organisiert
werden, analog dem Waffen- und Rauschgifthandel. Der meines Erachtens
zu kurze Umtauschzeitraum wird auch organisatorische Probleme hervorrufen.
Im übrigen setzt dieses Verfahren Loyalität in den Banken
voraus. Immerhin besteht bereits ausreichende Übung durch die
enormen Mengen von Fluchtkapital aus Rußland und den anderen
GUS-Staaten, bekannterweise gut organisiert oder "übersehen"
und nicht nur beschränkt auf private Unternehmen.
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Politische Entscheidungsträger sollen bereits über
eine Verkürzung der bisher geplanten mehrmonatigen Umtauschzeit
nachdenken. Vor einem solchen Schritt kann nur eindringlich gewarnt
werden.
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Die bereits jetzt sehr kurz bemessene Zeit begünstigt kriminellen
Mißbrauch, daneben ist mit ganz normalen menschlichen Fehlern
zu rechnen. Bei Dateneingaben und ähnlichen Handlungen werden
auch ohne kriminelle Motive über 2 Prozent Fehler verursacht.
Ob sich diese Fehler dann tatsächlich störend auswirken,
hängt entscheidend von den Arbeitsbedingungen und Kontrollmechanismen
ab. Ob die Software der Banken auf diese kurzzeitigen speziellen
Bedingungen europaweit einheitlich eingestellt ist, bleibt abzuwarten.
Wir verweisen auch auf die festgestellten Formen der Umwandlung
von Bargeld aus Osteuropa in Buchgeld über nutzbare Finanz-
und Versicherungsprodukte möglichst vor dem entscheidenden
Umtauschjahr. Weiterhin sollte der Gründung von Filialen von
Nicht-EU-Unternehmen in Zukunft größere Aufmerksamkeit
gewidmet werden. Diese bieten sich gleich für mehrere rechtswidrige
Praktiken an:
- Umgehen
der nationalen Steuergesetze mittels einer Zweitbuchhaltung
zur Sicherung der Schwarzgeldgeschäfte
- Einrichtung
vieler Konten im westeuropäischen Währungsraum
- Mißbrauch
des Euro-Umtauschs zum Waschen von Vermögen, welches im
Heimatland nicht benötigt und demzufolge als Gewinn nicht
versteuert wird.
Absehbar
ist auch, daß bereits in der Gegenwart bewährte Formen
der Geldwäsche, etwa über Spielhallen und Automatensäle,
in Zukunft beibehalten und mit dem Umtausch vor allem der sogenannten
Zweitwährungen verbunden werden.
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Die laufenden Verfahren gegen Polizeiangehörige in Berlin
und anderen deutschen Großstädten wegen Verdachts der
Korruption und andere Delikte bestätigen die Annahmen, daß
die OK bereits sehr wohl zur Absicherung ihrer Geschäfte Fuß
gefaßt hat.
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Verwunderlich ist allerdings das zur Schau gestellte Erstaunen deutscher
Strafverfolgungsbehörden und zum Teil auch der Presse über
die Enthüllungen. In Osteuropa ist sehr wohl schon seit längerem
bekannt, in welchen deutschen Städten das sich Risiko für
bestimmte "Geschäfte" minimieren läßt. Wer in der
Regel freitags mit den Zügen aus Rußland mit Taschen
voller Bargeld in Deutschland einreist, muß sich eigentlich
nur vor den eigenen Landsleuten in acht nehmen.
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Überfall
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Hierunter sollten vor allem Überfälle auf Banken, Lager
von Geldbeständen vor und in der Umtauschphase sowie auf Geld-
und Werttransporte sowie die Geldbearbeitung zählen. An
sich handelt es sich nicht um neue Begehungsweisen, sondern in einem
bestimmten Zeitraum sind diese klassischen Delikte begünstigt
und versprechen auch mehr kriminellen Erfolg. In Deutschland ist
zu beachten, daß die Überfälle auf Geld- und Werttransporte
schon jetzt auch ohne Euro-Hintergrund zunehmen. Diese Entwicklung
wird begünstigt durch Mängel in der Organisation und Personalarbeit
sowie dem Einsatz nicht ausreichend geschützter Fahrzeuge.
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Dabei ist nach Auffassung des Autors nicht die entscheidende
Frage, ob der Standard formal-juristisch eingehalten wurde. Wichtiger
ist vielmehr, ob die vielfach genutzte Leichtpanzerung unter der
zunehmenden Bedrohung durch die OK objektiv noch ausreicht.
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Wenn sich ein Wachmann, wie bei einem Überfall in Berlin geschehen,
im Geldtransport-Fahrzeug in Sicherheit bringt und von außen
durch einen Schuß verletzt worden sein soll, ist diese Frage
sicher berechtigt.
Einzuordnen sind auch Geiselnahme und Erpressung. Hierbei
geht es darum, den Aufwand für die Tat zu verringern. Der kriminelle
Erfolg und gegebenenfalls auch der Rückzug sollen durch Zugriff
auf Codes von Sicherheitsbehältnissen, Erzwingen der Unterstützung
durch Berechtigte usw. gesichert werden. Es darf nicht übersehen
werden, daß sich besonders Geiselnahmen für derartige
Absicherungen eignen und der Aufwand für den Schutz der eigenen
Person oder der Familie in Deutschland durch bedrohte Personen vergleichsweise
gering ist. Demzufolge sind auch die Möglichkeiten, sehr schnell
professionellen Schutz zu erhalten, besonders in Deutschland immer
noch eingeschränkt. Wir unterscheiden hier bewußt zwischen
einem Personenschützer und einem Begleiter mit begrenzter Schutzfunktion,
der vorrangig dem Image dient.
Jüngste Entwicklungen auf diesem Sektor erzeugen gemischte
Gefühle. Einerseits sind Initiativen zur Bewachung von
Kindern mit angrenzenden Transportdienstleistungen zu begrüßen.
Andererseits werden diese Leistungen vor allem kostengünstig
durch Existenzgründer und Reinigungsunternehmen ohne entsprechende
Logistik und Sicherheitsstruktur angeboten. Es ist zu wünschen,
daß diesen Unternehmern der Unterschied zwischen Personenschutz
und Begleitservice mit Schutzfunktion bekannt ist und der schnelle
Erfolg nicht zu fahrlässigen Angeboten verführt.
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Wir stoßen hier auf einen möglichen Teufelskreis: Geringe
Nachfrage trotz objektiv höheren Bedarfs an qualifiziertem
Wirtschaftsschutz und Personenschutz in Deutschland hat zu einem
begrenzten und sehr differenzierten Angebot im Privatschutz geführt.
Während die OK und andere Kriminelle in Osteuropa ein unerschöpflich
scheinendes Reservoir an Nachwuchs haben, besteht der Kern des Privatschutzes
in Deutschland aus der überwiegend mittelständig aufgebauten
Objektbewachung. Gute Detektive und Personenschützer sind natürlich
vorhanden, aber zahlenmäßig gering und oft auch sehr
spezifisch tätig. Daneben gibt es eine Vielzahl gutwilliger,
aber unzureichend Ausgebildeter und die schwarzen Schafe der Branche.
Diese bieten entweder alles an oder halten sich mit fragwürdiger
und überteuerter Ausbildung über Wasser. Bestimmte Unternehmen
stellen eine Einstellung nur nach bezahlter Ausbildung an einer
eigenen Schule in Aussicht.
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Der hohe Sicherheitsstandard und die geringen Bargeldbestände
in deutschen und anderen westeuropäischen Banken veranlassen
zu zwei weiteren Schlußfolgerungen:
1. Die kriminellen Angriffe auf Bargeld verlagern sich von den
Banken zu privaten Dienstleistern für Geldtransporte und
Geldbearbeitung. Zum einen ist der Sicherheitsstandard bei vielen
mittelständigen Dienstleistern nicht mit dem in Banken vorherrschenden
adäquat, und zum anderen finden wir bei Überfällen
zunehmend die Beteiligung von Angestellten. Diese zwei begünstigenden
Umstände für Überfälle und andere Delikte werden
bis zum Euro-Umtausch nicht wesentlich verändert sein. Besonders
die Geldbearbeitung scheint eine Schwachstelle zu sein2).
2. Banken und andere Geldinstitute sind zum Teil nicht mehr auf
die Lagerung und Bearbeitung größerer Bargeldbestände
eingerichtet. In der Phase des Geldumtauschs kann es dadurch
zu zeitweiligen zusätzlichen Gefahren kommen. Bargeld allein
in Deutschland im Umfang von über 2,6 Milliarden Euro-Banknoten
und 6 Milliarden Euro-Münzen wird in einem kurzen Zeitraum
umzutauschen sein. Die dabei einbehaltenen Banknoten und Münzen
in D-Mark müssen parallel gelagert und transportiert werden.
Sie behalten in dieser Zeit ihren Wert, und somit liegt eine permanente
Bedrohung bis zur Entsorgung vor.
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Unter Beachtung der bereits jetzt ablaufenden Entwicklung in und
der Erkenntnisse aus Osteuropa erkennen wir unter anderem folgende
potentielle Tätergruppen:
- bereits
gegenwärtig in Westeuropa operierende OK-Gruppen, wobei
zeitweilig mit der Aufgabe beziehungsweise Erweiterung sogenannter
traditioneller Wirkungsbereiche, zum Beispiel der rumänischen
und polnischen Banden, gerechnet werden muß; festzustellen
sind auch "Kooperationen" mit einheimischen Mittätern.
- Forcieren
laufender Entscheidungsprozesse zur Straftat bei potentiellen
internen Tätern oder kriminellen Gruppen mit internen Mittätern
und damit auch Zunahme der Delikte durch vorrangig inländische
Täter.
- Zunahme
von Kriminellen aus Osteuropa, die noch nicht zu bekannten Gruppierungen
der OK zählen, sich durch die geschilderte Entwicklung
jedoch Chancen ausrechnen, quasi eigenständig Delikte ausführen
zu können; festzustellen ist bereits jetzt das Auftreten
neuer Tätergruppen aus Osteuropa und dem ehemaligen Jugoslawien3).
Betrug
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Schon jetzt finden wir einige Betrugsdelikte beziehungsweise -versuche
im Zusammenhang mit dem Euro-Umtausch. Besonders die Unkenntnis
über den Euro, die neuen Banknoten und Münzen, die Modalitäten
des Umtauschs und der Umstellung von Konten usw. eignen sich zur
Vorspiegelung falscher oder Entstellung wahrer Tatsachen, der Erzeugung
von Irrtümern und in der Endkonsequenz der Vermögensschädigung
zum eigenen Vorteil. Dabei sollte man unabhängig von der juristischen
Bewertung unterteilen in durch Unkenntnis begangene Delikte und
bewußt angestrebte Vermögensvorteile.
Schon seit längerer Zeit sind Irrtümer ohne Vorteilsabsicht
denkbar bei der Anwendung unzureichender Datenverarbeitungsprogramme,
zum Beispiel bei der Verwendung falscher oder gekürzter Umrechnungskurse
aufgrund von Software-Mängeln. Viele einfachen Buchführungsprogramme
verarbeiten nur zwei bis vier Stellen hinter dem Komma. Dazu kommt
das bekannte Jahr-2000-Problem. Es rächt sich jetzt die lange
Ignoranz in manchen Führungsetagen der Wirtschaft.
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Weitere Betrugsdelikte
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Münzen und Medaillen: Durch das Gleichsetzen des Euro-Umtauschs
mit Währungsumtauschen in der Vergangenheit mit damals realen
Verlusten werden nach der Verunsicherung vorrangig unzureichend
informierter Bürger Alternativlösungen in Form von Produkten
des Grauen Kapitalmarktes, sogenannte "wertstabile" Münzen
und Euro-Medaillen angeboten.
Umtausch: Bereits jetzt tätige Trickbetrüger, deren
Zielgruppe vor allem ältere Mitbürger sind, werden den
Umtausch für Betrugsdelikte mißbrauchen. Denkbar ist
nach vorliegenden Erkenntnissen beispielsweise der Versuch, Bargeld
als "Beauftragter" von Banken zum Umtausch abzuholen, angebliches
Falschgeld einzuziehen oder Formulare gegen Gebühr auszufüllen.
Immobilien/Vermögensanlagen: Im Grenzbereich einzuordnen
sind Versuche, die allgemeine Unsicherheit zum Verkauf an sich schwer
absetzbarer Produkte aus dem Immobilien- und Vermögensanlagebereich
auszunutzen. Die verschärften Zugangsformen in Deutschland
in diesen Beratungs- und Vertriebsbereich sollten sich positiv auswirken.
Hier wird die Rechtswidrigkeit vom Einzelfall abhängen, und
dies ist in jedem Fall für das Image des Euros schädlich.
Beratung: Bereits in der Gegenwart festzustellen sind Versuche,
den hohen Informationsbedarf durch angeblich neutrale, aber kostenpflichtige
Beratungen zu mißbrauchen. Unterscheidungen zwischen seriös
und unseriös sind deshalb schwer zu treffen, weil ein objektiver
Bedarf an sachkundigen Informationen vorliegt und es neben den Banken
viele legitime Formen der Beratung und anderer Dienstleistungen
gibt. Immer dann, wenn der an sich kosten- und verlustfreie Umtausch
als Risiko dargestellt wird, das man durch rechtzeitige Vermögensanlage
mindern kann, ist Vorsicht und Überprüfung geboten.
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Ausnutzen formal legaler Möglichkeiten
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Die Unsicherheiten bei der Euro-Einführung verführen natürlich
zu einer einschlägigen Zuordnung vieler ablaufender Entwicklungen
in der kriminellen Szene. Davor sei gewarnt. Der Umtausch ist irgendwann
bewältigt, aber die OK wird mit den erreichten Ergebnissen
des Mißbrauchs des Umtauschs neue Wirkungsbereiche erschlossen
haben und bewährte Formen krimineller Aktivitäten kontinuierlich
fortsetzten, ausbauen und die zeitweiligen besonderen Bedingungen
zielgerichtet einordnen und ausnutzen. Dann offenbart sich, ob aufgrund
richtiger Beurteilung die Bekämpfung erfolgreich fortgesetzt
werden kann.
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Dazu zählt auch der Mißbrauch der absehbaren Engpässe
an Personal durch organisiertes Einschleusen krimineller oder noch
unbescholtener, aber abhängiger Personen als potentielle Täter
oder Informanten. Wir haben bereits heute festzustellen, daß
die Einstellungskriterien durch Sicherheitsunternehmen aus wirtschaftlichen
Gründen oder bei Engpässen vereinzelt unterlaufen werden.
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Auch die oft unangemessene niedrige Bezahlung für das "Vertrauensprodukt
Sicherheit" muß langfristig als Risiko bewertet werden.
Es ist in Osteuropa eine bewährte Vorgehensweise der OK, ausländischen
Unternehmen bei ihrem Start kostengünstige und hübsche
Buchhalterinnen mit exzellenten Fachkenntnissen anzudienen. Das
festgestellte grob fahrlässige Suchen über Annoncen erleichtern
dies. Dies wird nicht auf Osteuropa beschränkt bleiben.
Einzuordnen ist in diesen Komplex auch der Mißbrauch der
Umstellung der Datenverarbeitung und -übertragung. Die
Euro-Einführung bietet dazu gemeinsam mit dem Jahr-2000-Problem
besonders günstige Bedingungen.
Die Berliner ISG mbH hat Anfang 1999 ein Unternehmen der Datenverarbeitungsbranche
aus Osteuropa aus gegebenen Anlaß überprüft, das
für ein großes deutsches Unternehmen kaufmännische
Umstellungen in der Software bereits seit dem Sommer 1998 vornimmt.
Eine ausreichende Überprüfung der Firma vor Übertragung
dieser sensiblen Aufgaben war nicht erfolgt. Die Selbstauskunft
des Unternehmens stimmte mit den Ermittlungen in Osteuropa nicht
überein. So wurde ein Partner festgestellt, der Fragen nach
Abhängigkeiten und Motiven der falschen Selbstauskünfte
aufwarf.
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Bedrohungen aus dem Osten?
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Bestehen besondere Bedrohungen aus dem Osten? Grundsätzlich
ist diese Frage zu bejahen.
Bedrohungen resultieren unter anderem aus
- den
vorhandenen unkalkulierbaren Beständen an D-Mark und anderen
westeuropäischen Banknoten und Münzen als Zweitwährung
einschließlich des Falschgeldes
- den
laufenden und absehbaren Aktivitäten der OK
- dem
Mißbrauch der Umstellung auch durch an sich seriöse
Unternehmen.
Inoffizielle
Einschätzungen gehen insgesamt von über 100 Milliarden
D-Mark in Banknoten und Münzen aus, die im Ausland kursieren.
Es gibt keine seriöse Schätzung, wie viele Milliarden
Mark davon in Osteuropa gelagert und gemeinsam mit den US-Dollar
als Zweitwährung genutzt werden. Nach Aussagen unserer Partner
sind es sehr viele.
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Mit dem Euro-Umtausch entsteht das Problem, daß eine anerkannte
Zweitwährung verschwindet und vorher umgetauscht werden muß.
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Dies ist weniger ein Problem der Unternehmen, die außerhalb
der Staaten ihrer Unternehmenssitze Bankkonten in Westeuropa und
der Karibik unterhalten. Für sie dürfte ausreichend Zeit
und vor allem Kenntnis vorhanden sein, ihre Devisen zu tauschen.
Aber sie werden natürlich ihre Erfahrungen und Möglichkeiten
anderen Unternehmen und Privatpersonen profitabel anbieten.
Problematisch kann es für die kleinen und mittelständigen
Unternehmen, viele Staatsunternehmen und vor allem den einfachen
Bürger werden. Für Westeuropäer ist es wohl nur schwer
nachvollziehbar - aber viele Familienvermögen bestehen in
Osteuropa aus D-Mark und US-Dollar. Das die D-Mark tatsächlich
in einer absehbaren Zeit ungültig ist, wissen viele noch nicht
oder glauben es nicht. Gespräche in Osteuropa bestätigen,
daß die Kenntnis von der Euro-Einführung noch erschreckend
gering ist. Darauf setzt auch die OK und bereitet sich vor, quasi
als Retter in der Not aufzutreten, wobei selbst dort noch erstaunlich
viel Unkenntnis vorliegt.
Aber auch seriöse Banken und Versicherungen sehen eine Chance,
ihre Produkte bei dieser Gelegenheit in neue Regionen zu verkaufen.
Dies erfolgt über Partner oder eigene Tochterunternehmen vor
Ort. Dabei sind deutsche Unternehmen noch gering vertreten4),
andere westeuropäische Banken und Versicherungen werden immer
aktiver. Ein Weg in den russisch-sprachigen Wirtschaftsraum ist
Lettland. Auffallend ist auch das verstärkte Auftreten von
Fondsgesellschaften und Direktverkäufern5). Durch
die Probleme in der Kommunikation - auch das Internet ist zum Beispiel
in Rußland noch eine Ausnahme - haben es einerseits etablierte
Unternehmen schwer, ihre internationale Stellung glaubhaft zu vermitteln.
Andererseits nutzen wendige Unternehmen diese Situation, um ihre
Marktposition zum Teil erheblich überbewertet darzustellen.
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Juristisch liegen vorrangig folgende Situationen vor:
- Die
Zweitwährung ist aus dem versteuerten Arbeitseinkommen
eingetauscht worden. Ihr Erwerb ist somit zumindest geduldet.
Die Bankenkrise seit 1994 hat bei vielen Bürgern die Altersrücklagen
vollständig vernichtet, die Zweitwährung im Haus ist
ihr letztes Vermögen. Entweder tauscht man es zu ungünstigen
Kursen in den US-Dollar um oder sucht noch einem Ausweg.
- Die
Zweitwährung ist als Ergebnis von Schwarzarbeit, nicht
gebuchten Geschäften oder Scheingeschäften erlangt
worden. Sie kann offiziell nicht genutzt oder getauscht werden.
Es bleibt nur die Möglichkeit des illegalen Umtauschs oder
der Anlage.
- Die
Zweitwährung ist Ergebnis krimineller Geschäfte und
Delikte, liegt zum Teil in kontrollierten Banken, Versicherungen
und Unternehmen und muß ebenfalls getauscht werden. Hierbei
sind zwei Szenarien denkbar, der Umtausch in den US-Dollar zur
weiteren Sicherung der eigenen Geschäfte im Inland und
der Umtausch nach illegaler Einfuhr in den neuen Währungsraum
beziehungsweise unbar über vorhandene Kanäle.
Zu
jeder Form des Umtauschs eignen sich auch Finanz- und Versicherungsprodukte,
dann allerdings quasi als Rettung in letzter Minute mit hohen Aufschlägen
auf dem Weg bis zum Unternehmen oder der Privatperson versehen.
Besonders osteuropäische Töchter westeuropäischer
Versicherungen könnten sehr schnell mit den nationalen Normen
in Konflikt kommen, wenn der Erwerb dieser Zahlungsmittel strafbar
war oder nicht versteuert wurde.
Nicht nur in Westeuropa bereitet man sich auf den Umtausch mit viel
Hoffnung hinsichtlich der Aufdeckung von Kriminalität vor.
Auch die osteuropäischen Polizei-, Zoll- und Finanzorgane verfolgen
analoge Ziele.
:
Chancen für die Sicherheitsunternehmen
Dieses
Thema steht eigentlich erst am Beginn ausführlicher Betrachtungen.
Schnellstens gilt es, in den Unternehmen Sensibilität für
diese neuen Formen der Bedrohung zu entwickeln. Die aktuellen Ängste
im Zusammenhang mit den militärischen Entwicklungen auf dem
Balkan oder mit dem Jahr-2000-Problem in der Datenverarbeitung setzten
aber noch andere Prioritäten.
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Wie kann das private Sicherheitsgewerbe bei der Bewältigung
der Probleme beim Euro-Umtausch helfen?
1. Die allgemeinen Gefahren sind - auch durch externe Kompetenz
auf konkrete Bedrohung gegen Personen und Unternehmen sowie deren
Produkte zu analysieren. Dies kann eine Aufgabe von befähigten
Sicherheitsberatern sein. Dabei ist das Internet nicht nur als Bedrohung,
sondern auch als Chance zu sehen und einzubeziehen.
2. Erforderlich ist die Erarbeitung von Sicherungskonzepten
und Maßnahmeplänen für die einzelnen betroffenen
Bereiche, vor allem in privaten Einrichtungen. Hierbei sind die
bekannten Gefahren und Bedrohungen durch die OK mit den genannten
spezifischen Angriffsmöglichkeiten zusammenzuführen und
komplexe Prävention zu planen.
3. Es sind konkrete Verdachtsmomente im In- und Ausland im
Rahmen des Wirtschaftsschutzes unter Nutzung vorhandener Kontakte
zu Partnern in Osteuropa diskret zu überprüfen, die Weichen
werden in diesem Jahr gestellt. Es geht um die Angriffe, die ein
Unternehmen oder seine Produkte speziell betreffen könnten.
Man sollte nicht nur fragwürdige Absatzchancen sehen, sondern
vor allem auch an die Zeit danach denken und daran, wer dann vielleicht
mitbestimmen will.
4. Private Banken, Versicherungen und andere Unternehmen
müssen hinsichtlich der neuen, begrenzten Aufgaben unterstützt,
überprüft und geschützt werden. Für diese große
Aufgabe gibt es kein Training, sie ist sofort Ernstfall.
5. Hinweise, Anzeigen und Vorfälle müssen sachkundig
und zügig untersucht werden.
Betrachten
wir dieses Thema somit an dieser Stelle nur als unterbrochen.
CD-Autor
Dr. Lutz Viëtor ist Geschäftsführender Gesellschafter
der
ISG International tätige SICHERHEITSGESELLSCHAFT mbH, Berlin
und Präsident der SIA Kruppa-SICHRHEIT, Riga (jetzt: SIA
ISG BALTIJA Riga)
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Fußnoten:
1) Die nationalen osteuropäischen Währungen
werden entweder nach Erwerb in DM oder USD umgetauscht oder Geschäfte
werden staatlich geduldet in diesen Währungen bereits verrechnet,
was nicht identisch mit einer Buchung ist.
2) Bei Fortbildungslehrgängen in Berlin schilderten
Angestellte von Sicherheitsunternehmen u.a., daß die Geldbearbeitung
durch geringfügig Beschäftigte erfolgte, ein häufiger
Personalwechsel vorlag und dadurch auch zu Beginn ohne die erforderlichen
Sicherheitsüberprüfungen gearbeitet wurde. Im Extremfall
erfolgten unter Zeitdruck Einstellungen ohne Ausweispapiere.
3) Tätergruppen beschreiten auch relativ neue Wege,
um ihre Delikte vorzubereiten. So wurde von russischsprachigen Tätern
in Berlin einem Gewerbetreibenden für Informationen über
günstige Gelegenheiten ohne Bedrohung Geld angeboten. Bisher
erwarb man diese Informationen vorrangig unter Druck und über
Korruption.
4) Die Mehrzahl deutscher Banken und Versicherungen in
Osteuropa unterhält nur Vertretungen ohne operative Geschäfte.
5) Lange Zeit war dies eine eher untypische Vorgehensweise
im Finanzbereich Osteuropas. Jetzt findet man in Osteuropa auch
viele der Gesellschaften, die im Direktverkauf nach der Wende auch
in Deutschland Erfolg hatten, diesen jedoch nicht auf dem erreichten
Niveau stabilisieren konnten oder rechtzeitig verschwanden.
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