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| Echte und gemachte Sicherheitslecks an Flughäfen - München deckt systemimmanente Defizite auf : Sicherheitspannen am 19.12.2009 (bisher ignoriert) und am 20.01.2010 sind keine Einzelfehler oder so klärt man auch Defizite auf. |
Donnerstag, 21. Januar 2010 Nach dem hier geschilderten und bisher konsequent ignorierten ernsthaften Sicherheitsleck am 19.12.2009 - siehe dazu die unten stehenden Beiträge - nun eine erneute sicherheitsrelevante Panne in München, schnell als individueller Fehler und inzwischen als Fehlalarm erkannt. Wie ermittelt man eigentlich als Krimineller oder Terrorist Schwachstellen in einem Flughafen oder vertuscht Angriffe oder den gezielten Mißbrauch von Chaos? Hier geht es nicht mehr um Einzelversagen von Führungspersonal, das übrigens ein funktionierendes System in Tolleranzen auch abfangen müßte, hier geht es um das Sicherheitskonzept und dessen Umsetzung durch alle Beteiligten sowie dessen kompetente Führung, der offensichtlichen ersten Schwachstelle.
Am 19.12.2009 gelangten Passagiere mit Air Berlin aus Phuket kommend unkontrolliert in die BRD und damit EU - das wäre damit auch in die andere Richtung möglich gewesen -, am 20.01.2010 war es umgekehrt der nur teilkontrollierte Zugang eines wahrscheinlichen Passagiers mit sicherheitsrelevantem Gepäck in den Abfertigungsbereich und danach das Versagen des Sicherheitssystems aus allen Beteiligten sowie Mitteln und nicht nur einer Person einschließlich der folgenden mißlungenen Schadensbegrenzung. Denn natürlich können Systembestandteile - Mensch, Technik und Organisation - auch einmal partiell versagen oder Fehler machen. Diese müssen aber erkannt und kompensiert werden, bevor daraus ein irrelevanter Schaden entsteht oder durch Fehlentscheidungen produziert wird. Auch das sollte Bestandteil von Sicherungskonzepten sein. Zu deren Umsetzung bedarf es dann geschulten Personals bei allen Beteiligten, Polizei, privaten Sicherheitskräften, dem Servicepersonal und dem autorisierten Fremdpersonal (Fluggesellschaften, Speditionen usw.). Nur als Denkanstoß: Derartige Sicherheitslecks können organisiert und in beiden Richtungen mißbraucht werden, nicht nur in den jetzt offensichtlichen.
Es wäre schon interessant zu wissen, ob es an deutschen Flughäfen überhaupt bei den zunehmenden Abgrenzungsdiskussionen zwischen Hoheitsträgern und Privaten diese ganzheitlichen, alle Systembeteiligten erfassenden Konzepte als praktikable Arbeitsgrundlage gibt? Ist München eine Ausnahme oder hatten die Anderen bisher nur Glück oder wurden die Defizite und Mißbrauchsfälle nur nicht bekannt?
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